Museumspädagogik

Museumspädagogische Angebote
rund um die Synagoge und das Museum Ermreuth


Schulscharfe Angebote

Die folgenden Angebote für Schulen bieten Kombinationsmöglichkeiten an. Neben Dialogführungen zum jeweiligen Thema durch die Synagoge und das Museum können auch praktische und kreative Angebote ergänzend gebucht werden. Führungen kosten für kleine Gruppen pauschal 15,- € und für eine komplette Klasse pro Schüler 1,- €. Die Kosten für die praktischen und/oder kreativen Angebote werden auf Anfrage mitgeteilt.
Die Dialogführung leitet die Schüler entlang verschiedener Abschnitte im Leben eines Juden.
Dabei erfahren sie aus dem Abschnitt der Kindheit Wesentliches über den Erhalt von Namen, das Erlernen von Lesen und Schreiben und die Bedeutung musischer Bildung (spielen, singen, tanzen).
Für die Zeit des Heranwachsens wird u. a. auf die Bedeutung des Betens (Kippa, Gebetsschal), das Lesen der Thora und schließlich die Aufnahme als vollwertiges jüdisches Gemeindemitglied eingegangen.
Der letzte Abschnitt widmet sich dem Erwachsen sein, indem gezielt auf das Erlernen und Ausüben eines Berufes, die Heirat und das Gründen einer Familie eingegangen wird.
Die Führung bietet zahlreiche Möglichkeiten des Vergleichs zwischen dem Judentum und anderen Religionen an, aber auch Einblicke in historische und aktuelle Praktiken. Die Schüler erhalten immer wieder die Möglichkeit, Kennengelerntes selbst auszuprobieren (u. a. Schreiben des eigenen Namens nach hebräischem Alphabet; Anlegen von passender Festkleidung; Thorarolle aus dem Schrein herausholen).
Holzschnitt:
Imo Quero-Lehmann
Vom Kind zum Erwachsenen
Stationen im Leben eines Juden
Dauer: 45 – 60 Minuten

GS K 3.2 Ev 3.8 Eth 3.4.3
Gym Ev 6.4 K 6.1 und fächerübergreifendes Unterrichtvorhaben 6. Jahrgangsstufe
RS K 6.4
MS EV 5.4.3/5.5.1
Entlang mehrerer Stationen lernen die Schüler im Rahmen einer Dialogführung in der Synagoge wichtige Bestandteile des jüdischen Glaubens kennen: den Gottesdienst in der Synagoge, religiöse Feste in der Gemeinde, die Bedeutung der Hochzeit und schließlich die Auseinandersetzung mit dem Tod. I
mmer wieder reflektieren die Schüler vor dem Hintergrund des Gehörten die Zusammenhänge zum Christentum, aber auch zum Islam. Mit Hilfe von Textquellen, Bildern und ausgewählten Objekten werden die Schüler ganz nah an religiöse Inhalte geführt, so dass sie diese gut nachvollziehen und auch kritisch hinterfragen können.

Die jüdische Religion
Schnittstellen zwischen
Judentum und Christentum
Holzschnitt:
Imo Quero-Lehmann
Dauer: 45 – 60 Minuten

Gym K 10.2 Ev 10.1
RS EV 9.3 Eth 9.4
MS K 8.4.1 EV 8.3.1 Eth 8.5.1
In einer Dialogführung, die stark handlungsorientiert angelegt ist, erleben die Schüler, dass Feste Anlässe dafür sind, damit Menschen zusammenkommen und miteinander feiern, Freudiges (z. B. das Laubhüttenfest) oder Trauriges (z. B. Jom Kippur).
Der Jahreskreis der Feste (Rosch ha-Schana, Jom Kippur, Sukkot, Chanukka, Purim, Pessach) bietet den Schülern die Möglichkeit, sich mit der jüdischen Geschichte intensiv zu beschäftigen. Sie hinterfragen dabei auch immer, was es für Ähnlichkeiten zu Christentum und Islam gibt.
Bräuche und Feste im Spiegel der Jahreszeiten
Die großen jüdischen Feste
im Jahreskreis
Holzschnitt:
Imo Quero-Lehmann
Dauer: 45 – 60 Minuten

GS K 3.2 Ev 3.8 Eth 3.4.3
Gym Ev 6.4 K 6.1 und fächerübergreifendes Unterrichtsvorhaben 6. Jahrgangsstufe
RS K 6.4 Eth 7.3 Ev 9.3
MS Ev 5.4.3/5.5.1 K 8.4.1 Ev 8.3.1 Eth 8.5.1
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Die Dialogführung ermöglicht den Schülern einen Einblick in jüdisches Landleben, dokumentiert durch die Synagoge und eine umfangreiche Ausstellung auf der Empore. Mit Hilfe von Quellentexten, Fotos und Tafeln können sie sich orientieren und erfahren dabei, wodurch das jüdische Leben auf dem Land geprägt war.
Dabei erhalten Sie Informationen über die rechtliche, soziale und religiöse Situation der Juden. Anhand einzelner Beispiellebensläufe werden die Erfahrungen personalisiert und individualisiert.
Zeitlicher Endpunkt der Führung ist die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Holocausts und dessen Folgen für die Landgemeinde Ermreuth.
Jüdisches Leben auf
dem Lande am Beispiel
Ermreuths
Stationen der Geschichte zwischen Integration und Vernichtung
Dauer: ca.45 - 60 Minuten

Gym G 11.1.1/11.1.2/11.2.2
MS K 8.4.1/8.4.3 Ev 8.3.1/8.3.3 Eth 8.5.3
RS G 9.5
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Die Schüler lernen in einer Dialogführung die Ermreuther Genisa kennen, die bei der Dachsanierung 1988 entdeckt wurde. Damit erhalten sie Einblick in das jüdische Gemeindeleben in Ermreuth, das im Zuge der Deportationen und deren Folgen in der Zeit des Nationalsozialismus’ zum Erliegen kam.
Das religiöse und profane Schriftgut lässt zusammen mit anderen religiösen und liturgischen Objekten viele Fragen aufkommen: Wie haben die Mitglieder der Gemeinde gelebt? Wie war ihre wirtschaftliche und soziale Situation? Welche Verbindungen zu anderen Gemeinden gab es?
Die Schüler befinden sich damit mitten in einem Prozess historischen Arbeitens, der vor Ort nachvollzogen werden kann. Eine kurze Führung durch die Synagoge rundet den Besuch ab.
Die Genisa von Ermreuth
Zeugnisse einer blühenden jüdischen Landgemeinde
Dauer: 45 – 60 Minuten

Gym G 11.1.1/11.2.1
RS Ev 9.3
MS K 8.4.1 Ev 8.3.1 Eth 8.5.1
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Zu allen Themen gibt es auch auswählbare praktische und kreative Angebote.

Beispiele:·        
Besuch des alten jüdischen Friedhofs·        
Erkunden des Gebäudeensembles um die Synagoge·        
Thorarollen basteln
Alle Angebote sind u. a. nachzulesen jeweils unter: weitere Informationen ...